07 / Jänner / 2026
Emanzipation der 2010er?
- Autor Jia Tolentino schreibt von einer „Gezeitenwende“. Die Misogynie der 00er hatte – zusammen mit dem aufblühenden Popfeminismus – und dadurch, dass frau sich besser vernetzen konnte zu einem ausführlichen Diskurs geführt wie Frauen dargestellt und wahrgenommen wurden und resultierte in brodelnder Unzufriedenheit. S.G., Girl vs Girl
- Politikerinnen vs. Rollenbilder/AussehenMerkel, Clinton – Palin, die „Vollzeitmutti, die sich engagiert“. Palin stilisiert sich dann selbst als Glucke, ist gutaussehend, war Schönheitskönigin, und bekommt (trotzdem noch) ein Make Over. Ihre Tochter blieb von der Presse nicht verschont, vor allem als die 17-jährige Schwanger wurde. Die Höhepunkt erreicht die Hetze gegen Palin mit dem Porno: „Who’s Nailin‘ Paylin?“
- Real Life TV boomt, hier vor allem Dating-Formate wie The Bachelor, Die Bachelorette, Love Island und Temptation Island. Sie zeichnen ein stereotypes Bild von (geld)geilen Frauen.
- Social Media trägt dazu bei, vor allem durch die Selbstvermarktung von Frauen. Instagram nimmt extremen Einfluss auf das Leben von Frauen: Das normale Leben wird zu einer Performance. Man lebt nun öffentlich, „Normalos“ bekommen riesige Followerschaften.
- Weak Girls statt Powerfrauen: Denk aber auch über das Wort „Powerfrau“ nach – gibt es „Powermänner“??!
- „Plus Size Models“ suggerieren Body Positivity, aber „plus size“ bedeuten nicht „normal size“ und es gilt immer noch:Desto dünner desto besser (denk an Nicole Richie, die als Hiltons „dicke“ Freundin dargestellt wird – was sie bei Weitem nicht ist) – Ausnahme:Burlesque: Emanzipation mit Ausziehen | DIE ZEIT
- Millenials verdienen besser, sind ehrgeiziger und Karriereleiter zu erklimmen wird leichter – ABER: auch als Mutter? Denk an die DOPPELMORAL auch in Hinsicht der Vaterrolle…
- Lies auch: Das Konzept „Girlboss“ ist gescheitert
- Fortschritt: Serien wie „Girls“ und Filme wie „Brautalarm“ leiten neue Film-Ära ein, für z.B. „I May Destroy You“;
- Denk auch an Beyoncés Auftritt 2014 bei den VMAs
verwendete Literatur: Sophie Gilbert, Girl vs Girl