08 / Jänner / 2026
FAMEinismus vs. PatriachART
- Medusa wird im Tempel der Göttin Athene von Poseidon vergewaltigt und die Göttin zeigt, dass sie kein Girls Girl ist: sie verflucht Medusa. Und auch heute noch wird das eigentliche Opfer als das Monster dargestellt. Medusa ist ein beliebtes Motiv, um Frauen negativ darzustellen, so wurden auch H. Clinton und A. Merkel als Medusen dargestellt – teilweise auch noch mit dem triumphierenden Perseus.
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Athene ist nur ein Glied einer Schlange, die glaubt sich in einer männerdominierten Welt nur durchsetzen zu können, wenn sie agiert „wie ein Mann“ und gegen Frauen arbeitet. Auch Hera richtet ihre Wut nicht gegen ihren Mann Zeus, der sie immer wieder hintergeht – sie bestraft die Frauen, mit denen er sie betrügt. Die meisten tun es nicht einmal freiwillig und selbst dann, liegt die Schuld immer noch bei ihm… Ein Narrativ, das heute langsam aufgebrochen ist, ist das der „bösen Männerdiebin“.
Medusa erging es wie vielen Frauen heute noch: Sie wurde Opfer einer Hetzjagd und es kommt zum Victim Blaming. Denk auch an Kassandra, die niemand ernst nimmt – eine Strafe des Gottes Apollon, mit dem sie keinen Sex haben wollte. Was bleibt ist der „Kassandra-Ruf“, die Frau und ihr Schicksal dahinter werden nur belächel
Nemesis war die Göttin ausgleichender Gerechtigkeit, heute bedeutet ihr Name einfach nur Rache. Pandora und Eva sowie andere Frauen in vergleichbaren Mythologien brachten die Erbsünde in die Welt… und wer war noch mal Aspasia? Man kennt sie, wenn überhaupt, als Frau von Perikles. Sie war allerdings eine hochgebildete Philosophin und wohl auch Lehrerin manch berühmter Philosophen, darunter Sokrates.
Doch die Geschichten und Geschichte wurde geschrieben und weitergetragen von Männern…
- Denk nach über das Doppelstandards im Patriarchat
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Denk darüber nach wie Frauen, die ihr künstlerisches Hobby zum Beruf machen negativ konnotiert sind, man spricht von Hausfrauenkunst, aber bei Männern bewundert man die Schaffenskraft, auch wenn seine Kunst nicht als Haupteinnahmequelle dient. Frauen in der Kunst waren jahrzehntelang nur schmückendes Beiwerk, das Augenmerk lag auf den Männern.
Verwendete Literatur: Tara-Luise Wittwer, Nemesis’ Töchter und Rebekka Endler, Witches, Bitches, It-Girls: Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen.
Weiterführende Literatur: Getrude Klemm, Abschied vom Phallozän – eine Streitschrift. Mary Beard, Women in Power
Weiterführende Literatur: Getrude Klemm, Abschied vom Phallozän – eine Streitschrift. Mary Beard, Women in Power